Am Sonntag hat der Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, Peter Frey, den Parteivorsitzenden der Linken, Oskar Lafontaine, zum Sommerinterview (Link) geladen. In den aktuellen Umfragen kann die Linke zwar nicht mehr an ihre Höchstwerte aus dem letzten Jahr anknüpfen, befindet sich aber nach wie vor an der Schwelle zur Zweistelligkeit.

Im Interview wurde an verschiedenene Stellen deutlich, dass sich der ZDF Journalisit eine Entzauberung des Parteivorsitzenden der Linken vorgenommen hatte. Sollte ihm gelingen, woran die anderen Parteien bisher gescheitert sind?

Hier fällt die Bilanz eher zu Gunsten von Lafontaine aus. Lafontaine schafft es immer wieder, auf die kritischen Fragen inhaltliche Positionen der Linkspartei darzulegen - egal ob es sich hier um  Steuerpolitik, Auslandseinsätze der Bundeswehr oder Arbeitslosengeld I & II handelt.

Leider entwickelte sich über das Für und Wider dieser inhatlichen Positionen kein argumentativer Austausch - vielleicht ist das aber auch nicht die Kernaufgabe eines Journalisten. Es bleibt der Eindruck, dass Lafontaine trotz aller Kritipunkte seine inhaltichen Positionen offensiv in der Öffentlichkeit vertreten konnte und sicherlich den ein oder anderen Wähler für die Linkspartei gewinnen konnte.